Workshop zu Corporate Social Innovation

EVPA-Konferenz am 29. - 30.11.2018

 

Wenn wir die Ziele für nachhaltige Entwicklung erreichen wollen, brauchen wir mehr soziale Innovationen, Unternehmen sollten und können eine wichtige Rolle dabei spielen, diese Art von Innovation voranzutreiben. Auf der EVPA-Konferenz in Warschau haben wir gemeinsam mit Erik Childerhouse von Avanti Communications (UK), Manuela Pastore von Böhringer Ingelheim (Deutschland) und Wim Verbesselt von Colruyt (Belgien) gezeigt, wie Unternehmen genau dies tun, indem sie ihre Kernkompetenz nutzen, um in enger Partnerschaft mit NGOs Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse von benachteiligten Zielgruppen zugeschnitten sind.

Das Potenzial ist riesig – laut Schätzungen der Kommission für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung, eröffnet die Erreichung der SDGs Marktchancen von 12 Billionen US-Dollar in Sektoren wie Lebensmittel und Landwirtschaft, Energie oder Gesundheit und Wohlbefinden.

Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. Wir von Beyond Philanthropy arbeiten immer wieder mit Firmenkunden zusammen, die mithilfe unserer Expertise ihr bürgerschaftliches Engagement und ihre soziale Innovationsfähigkeit stärken. Dabei sehen wir folgende Punkte als wichtige Erfolgsfaktoren:

  • Zusammenarbeit: innerhalb des Unternehmens (flache Hierarchien), aber auch mit externen Stakeholdern (NGOs, öffentliche Einrichtungen, wenn möglich andere Unternehmen) - in der Tat sehen wir dies als “Maker oder Breaker” für den Erfolg, da Unternehmen die richtigen Einstiegspunkte zu zivilgesellschaftlichen Organisationen und das Know-how für die Zusammenarbeit mit ihnen brauchen, um erfolgreich zu sein
  • Den Hauptfokus definieren - Geht es nur darum, mehr zu verkaufen oder auch um ein höheres Ziel (oft als Zweck bezeichnet), z.B. möchte ein Unternehmen einfach Hochgeschwindigkeits-Internetverbindungen verkaufen oder gibt es eine echte Leidenschaft für eine vernetzte, globale Welt im Unternehmen? Was treibt das Unternehmen an?
  • Eng verbunden mit dem Fokus der CSR- und sozialen Innovationsaktivitäten – sollte sich die Frage gestellt werden, ob es einen Fokus gibt und ob dieser Fokus eng mit dem Kerngeschäft bzw. den Kernaufgaben des Unternehmens verknüpft ist?
  • Alle Ressourcen vollständig ausschöpfen - Finanzen, Personal, Sachleistungen usw., und dabei wirklich die Hauptressource für soziale Innovation nutzen: die Mitarbeiter
  • Aufbau klarer Strukturen, Prozesse und Verantwortlichkeiten und Einbeziehung von Anreizen zur Teilnahme, Verbesserung der Innovation (Durchführung, Umsetzung)
  • Messung der Erfolge und Wirkungen (geschäftlich und gesellschaftlich)